
Mondfinsternis am 14. März 2025
Verlauf der totalen Mondfinsternis vom 14. März 2025.
Da der Mond in Mitteleuropa noch vor Beginn der Totalität untergeht, ist sie hierzulande nur partiell zu beobachten.
(Grafik: Kosmos Verlag/Gerhard Weiland)
Am 14. März 2025 steht die nächste Mondfinsternis ins Haus. Für uns in Mitteleuropa bietet sie allerdings keinen vollendeten Genuss: Der Mond geht hier leicht angeknabbert unter, bevor es überhaupt richtig losgeht. Wer sich zufällig gerade in Nord- oder Südamerika befindet, kann die totale Phase deutlich besser beobachten.
Um 4:56 Uhr tritt der Mond in den Halbschatten der Erde ein, ab 6:09 Uhr wird er allmählich auch von ihrem Kernschatten erfasst. Dann bleibt noch eine gute halbe Stunde Beobachtungszeit, denn zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Mond nur noch knapp über dem Westhorizont: Um wenigstens den Anfang der partiellen Verfinsterung sehen zu können, braucht es also freie Sicht zum Horizont – etwa von einer Anhöhe aus, so dass keine Häuser oder Hügel das Himmelsschauspiel verderben. Gegen 6:40 Uhr ist schließlich Schluss: Der Mond ist untergegangen.
Der Beginn der Totalität um 7:26 Uhr kann vom DACH-Raum aus somit nicht beobachtet werden. Wer also den verfinsterten Mond sehen möchte, muss westwärts ziehen: Auf den Kanarischen Inseln fällt das Maximum der Totalität um 7:59 Uhr (Ortszeit: eine Stunde früher) etwa mit dem Monduntergang zusammen. Auf den Azoren ist immerhin die komplette totale Phase (bis 8.32 Uhr MEZ) prinzipiell sichtbar. Um die gesamte Mondfinsternis beobachten zu können, sollte man sich in einem der beiden Amerikas befinden: Hier steht der maximal verfinsterte Mond noch ausreichend hoch über dem Horizont – allerdings nicht überall zu einer bequemen Zeit: In New York City wird das Maximum gegen 3 Uhr morgens erreicht, in Los Angeles um Mitternacht.
Da eine Finsternis nie alleine kommt, gibt es bereits gut zwei Wochen später das nächste Event: Am 29. März 2025 kann um die Mittagszeit eine partielle Sonnenfinsternis beobachtet werden. Auch sie ist mäßig spektakulär, wird doch selbst im äußersten Norden Deutschlands ein Bedeckungsgrad von knapp 25 Prozent erreicht. Eine Spezialbrille ist für die Beobachtung daher ein Muss.

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